Freitag, 13. Juni 2008

Kultur & Ausflüge


Das Highfield Festival liegt mitten in einer spannenden Landschaft, die vielfältige Möglichkeiten bitetet, den Horizont kräftig zu erweitern. Hier ein paar Ideen für Anschlußprogramme:

Kultur

Erfurt: Die größte Stadt Thüringens bietet viele Sehenswürdigkeiten. Hauptattraktion ist der Dom, der gemeinsam mit St. Severi
erhöht über der Stadt liegt und einen herrlichen Vorplatz hat, an dem man im Sommer sitzen und die Umgebung genießen kann. Über dem Platz thront die eindrucksvolle Zitadelle Petersberg - und das Bundesarbeitsgericht. Eine weitere Besonderheit ist die Krämerbrücke, eine mit Häusern bebaute Brücke, die einmalig nördlich der Alpen ist (in Italien wäre das ein alter Hut...). Wem das alles zu langweilig ist, der kann den KI.KA besuchen.

Weimar: Goethe, Schiller, Republik. Ok, etwas ausführlicher... Weimar ist klein (64.000 Einwohner) aber enorm schnuckelig und vollgestopft mit Kultur. Nicht ganz zufällig war die Stadt 1999 Europäische Kulturhauptstadt. Highlights: das Deutsche Nationaltheater mit Goethe- und Schillerdenkmal, das Stadtschloß, die Wohnhäuser von Schiller, Goethe (und sein Gartenhaus), Liszt und der Familie Cranach (eigentlich ist Weimar eine ziemliche Aufschneiderstadt, quasi die Hives der Städte). In und um Weimar finden sich außerdem einige Schlösser mit sehenswerten Gärten, Schloß Belvedere, Schloß Ettersburg oder Schloß Tiefurt. Das düstere Kapitel Deutscher und Weimarer Geschichte sieht man eindruckvoll und bedrückend in der Gedenkstätte des KZ Buchenwald, auf den Hügeln über Weimar gelegen.

Wandersleben: Zwischen Gotha und Erfurt an der A4 befinden sich drei imposante Burgen rechts und links der Autobahn. Die "Drei Gleichen", die Burg Gleichen, die Wachsenburg und die Mühlburg, können besichtigt werden. Auf der Wachsenburg gibt es verschiedenen Gaststätten mit Thüringer Küche. Die Burgen tragen ihren gemeinsamen Namen seit einer Gewitternacht im Mai 1231, als in alle drei Blitze einschlugen und sie in Brand steckten.

Eisenach: Etwas weiter weg, daher zum Beispiel für Rückreisende gen Westen geeignet, ist die Auto- und Wartburg- (die Burg!) Stadt Eisenach, die einen Abstecher auf alle Fälle rechtfertigt. Besonders interessant ist natürlich die zum Weltkulturerbe zählende Wartburg, von der man einen traumhaften Blick über Thüringen (und Hessen) hat.

Natur

Nicht weit südlich der A4 beginnt der Thüringer Wald, das Mittelgebirge, aus dem die lustigen Holzschnitzereien und Olympiasieger kommen. Im Hochsommer sollte kein Schnee mehr liegen, genaues dazu verrät aber dieser Link.

Sport

Fußball ist keine so große Sache in Thüringen (Jena und Erfurt haben die 2. Liga verlassen), Wintersport umso mehr. Da das Festival im Sommer stattfindet, ist gerade nicht Saison für Sportereignisse von Weltrang. Vielleicht kann man in der Gunda-Niemann-Halle in Erfurt Eisschnelläufern beim Training zusehen. Thüringen hat weiterhin viele großartige Wander- und Radreviere, vor allem im Thüringer Wald (s. oben).

Essen

Wer von drei Tagen Ravioli die Nase voll hat, kann sich der Thüringer Küche widmen. Die besteht vor allem (bitte um Korrekturen, falls das nur plumpe Vorurteile sind) aus den sagenhaften Bratwürsten, Rotkohl und Thüringer Klößen. Bei den Klößen gibt es viele Unterarten (mit oder ohne Füllung, Garstufe der Kartoffeln), von denen ich nur weiß, daß sie alle schmecken, zwischen Insidern aber heftige Diskussionen auslösen können. Im Winter reicht man zum Rotkohl auch gerne Ente statt Wurst. Thüringer Rostbratwürste gibt es an jeder Ecke, oft auch in rollenden Büdchen an Landstraßen.


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